VERHEIRATET SEIN BRINGT VIELE VORTEILE
Umfangreiches statistisches Material bestätigt traditionelle Lebensstile

Die Befürworter der klassischen Ehe bekommen wissenschaftlichen Rückenwind. Ein langer Artikel in der amerikanischen "Population and Development Review" (Rundschau über Bevölkerung und Entwicklung) bot eine Übersicht über die Forschungsliteratur zur Bedeutung von Familie und religiösen Werten. Das Magazin wird von dem in New York ansässigen Bevölkerungsrat herausgegeben, der nicht besonders für eine Unterstützung traditioneller moralischer Werte bekannt ist.

ZENIT.org, 20. September 2003

Das Fazit der Verfasserinnen des Artikels, Linda Waite und Evelyn Lehrer, ist eindeutig: "Wir stellen fest, dass sowohl die Ehe als auch die Religiosität im Allgemeinen weit reichende positive Wirkungen haben." Unter den wichtigsten Befunden, die sie mit fünf Seiten Literaturverweise stützen, finden sich folgende:

Bei ihrem Versuch, die ursächlichen Faktoren hinter diesen Ergebnissen zu ergründen, bemerken Waite und Lehrer, dass sowohl die Ehe als auch die Religion deshalb zu positiven Ergebnissen führen, weil sie für soziale Stützung und Integration sorgen. Sie fördern auch gesunde Verhaltensweisen und Lebensstile. Bemerkenswerterweise trifft der Nutzen der Ehe für diejenigen zu, die sich für das ganze Leben verpflichten. Sowohl Scheidung als auch Kohabitation (unverheiratetes Zusammenleben) reduzieren die positiven Wirkungen merklich.

Heiraten macht sich bezahlt - auch im wörtlichen Sinn

Eine von der "Heritage Foundation" durchgeführte Studie berechnete, wie viel denn die Ehe in Dollar und Cent wert ist. Patrick Fagan, der Statistiker der "Heritage Foundation", kam zum Ergebnis, dass allein stehende Mütter, die heiraten, mit einer Zunahme ihres mittleren Familieneinkommens von 10.199 auf 11.599 Dollar rechnen können. Er schrieb einen Bericht über das Thema zusammen mit anderen Heritage-Forschern. Die "Washington Times" berichtete über die Studie.

Die Forscher der "Heritage Foundation" teilten mit, dass auch durch die noch laufende "Fragile Families and Child Well-Being Study" (Studie über zerbrechliche Familien und Kindeswohl) neue Erkenntnisse in diesem Bereich gewonnen worden sind. Diese Fünfjahresstudie, durchgeführt von Forschern zusammen mit den Universitäten von Princeton und Columbia, erfasst rund 4.700 Eltern, die ein niedriges Einkommen haben und auf Dauer unverheiratet sind.

Eine Heirat hat eine signifikante Auswirkung auf alleinstehende Mütter, die nicht arbeiten, fand die Studie heraus. Diese von Sozialhilfe lebenden Mütter, die Singles bleiben, werden in Armut leben, weil Fürsorgegelder selten, wenn überhaupt, einer Familie aus der Armut heraushelfen. "Wenn, im Gegensatz dazu, die Mutter den Vater des Kindes heiratet, sinkt die Armutsrate drastisch auf 35 Prozent", stellten die Forscher fest.

Mit Kindern ist Suizidgefahr geringer

Die psychologischen Vorteile des Familienlebens wurden von einer in Dänemark veröffentlichten Studie ermittelt. Bei Erwachsenen mit Kindern ist die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmords geringer als bei denen ohne Kinder. Man fand außerdem heraus, dass kleine Kinder eine zusätzliche Schutzschicht gegen Selbstmord für die Frauen darstellen. Die Studie untersuchte 18.611 Personen in Dänemark, die zwischen 1981 und 1997 Selbstmord begingen.

"Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Mutterschaft in den meisten Fällen ein positives Lebensereignis ist, das Menschen davon abhalten kann, ihr Leben zu beenden", schrieben Dr. Ping Qin und Dr. Preben Bo Mortensen von der Universität Aarhus in Dänemark in der Studie.

Die Forscher verglichen Daten über Selbstmordopfer und eine Kontrollgruppe. Fast 47 Prozent der Selbstmordopfer hatten keine Kinder, und weniger als 23 Prozent hatten zwei oder mehr Kinder. Nur 2 Prozent der Selbstmordopfer hatten ein Kind, das jünger als zwei Jahre war.

Die Ergebnisse bestätigen einige bisherige Daten, widerlegen jedoch einige Annahmen über die Auswirkungen des Kinderkriegens auf drastische Weise, stellte der Psychologe David Clark vom "Rush-Presbyterian-St. Lukes Medical Center" in Chicago fest.

So könnte zum Beispiel angesichts der Häufigkeit einer Depression nach der Niederkunft, die nach Ansicht von Experten bei mindestens 10 Prozent der Schwangerschaften vorkommt, angenommen werden, dass Selbstmord unter Eltern und besonders Müttern häufiger wäre, sagte Dr. Clark. Auch "meinen die Leute, dass viele Kinder zu haben zu wirtschaftlichen Engpässen führt" und zu seelischer Not oder sogar Selbstmordgedanken führen könne. Im Gegensatz dazu veranschaulichte die Studie die Kraft der biologischen und psychologischen Bande zwischen Elternteil und Kind.

Es liegt noch vieles im Argen

Erhebungsdaten aus den Vereinigten Staaten und England zeigen, dass noch viel zu tun bleibt, um das Familienleben zu verbessern. Im Bericht "Lebenssituation und Charaktermerkmale von Kindern (‚Children's Living Arrangments and Characteristics')" vom März 2002 kam das US-Volkszählungs-Büro zum Ergebnis, dass im Jahr 2002 ungefähr 69 Prozent von den 72,3 Millionen Kindern der USA unter 18 Jahren (das sind 49,7 Millionen) bei zwei Eltern lebten. Dieser Prozentsatz war seit den frühen 1990ern im Wesentlichen unverändert geblieben. Aber 19,8 Millionen Kinder leben zur Zeit bei alleinstehenden Eltern, 83 Prozent davon (16,5 Millionen) bei ihren Müttern.

Daten der US-Volkszählung von 2000 zeigten, dass die Anzahl der unverheirateten Paare im vorausgehenden Jahrzehnt gestiegen war, von 3,2 auf 5,5 Millionen. "Es liegt eine äußerst signifikante Zunahme der Zahl der Haushalte mit unverheirateten Paaren vor", sagte Martin O'Connell, Chef der Abteilung für Fruchtbarkeits- und Familienstatistik am Volkszählungsbüro.

Trotzdem immer mehr auf Dauer Unverheiratete …

In Großbritannien ist die Zahl der Haushalte, die von verheirateten Paaren geführt werden, zum ersten Mal unter 50 Prozent gesunken. Die England und Wales betreffenden Daten der Volkszählung des Jahres 2001 offenbarten, dass der Prozentsatz der verheirateten Haushalte zwischen 1991 und 2001 von 55 Prozent auf 45 Prozent abgestürzt war. Derselbe Prozentsatz betrug im Jahr 1981 64 Prozent, im Jahr 1971 68 Prozent.

Gleichzeitig nahm die Zahl der auf Dauer Unverheirateten - der Singles, der unverheiratet zusammenlebenden Paare und der alleinerziehenden Eltern - konstant zu. Ungefähr 22 Prozent der Kinder unter 16 Jahren leben zur Zeit in Familien mit nur einem Elternteil, während weitere 11 Prozent bei unverheirateten Paaren leben.

Eine weitere Studie zeigt, dass alleinstehende Mütter in jenen Ländern am häufigsten sind, in denen der Staat eine Menge von Vergünstigungen anbietet. "Eine Zunahme der öffentlichen Unterstützung für alleinerziehende Mütter geht signifikant einher mit einer Zunahme unverheirateter oder geschiedener Mütter", stellte die Verfasserin der Studie, Libertad Gonzalez, von der Northwestern University in Illinois fest.

Gonzalez analysierte die Häufigkeit alleinerziehender Mütter in 17 westlichen Ländern und stellte sie dem Umfang der staatlichen Unterstützung gegenüber. Höhere Zuschüsse erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr alleinstehende Mütter gibt, fand sie heraus.

 

KONDOMWERBUNG KANN HIV-PRÄVENTION GEFÄHRDEN
Neue Forschungsergebnisse sprechen für Abstinenz und Treue

Die Verfügbarkeit von Kondomen fördert statistisch nachweisbar die sexuelle Freizü-gigkeit und damit das Ansteckungsrisiko mit dem HI-Virus. Dies erklärten medizinische Fachleute an einer Tagung des Medical Institute for Sexual Health in Washington. Die vorgelegten Ergebnisse basieren auf der Bekämpfung der HIV-Pandemie durch die "ABC"-Methode . Kritisiert wurde dabei, dass einige NGOs und Politiker sich auf die Behauptung versteift haben, die "C"-Methode (Condom-Methode) werde die HIV-Flut eindämmen.

Culture and Cosmos I-23, 13. Januar 2004

"Auch nach 20 Jahren Pandemie gibt es keine Anzeichen, dass mehr Kondome zu weniger Aids führen", stellte Dr. Edward C. Green vom Harvard's Center for Population und Deve-lopment Studies fest. Er nannte Daten über die Zugänglichkeit von Kondomen in vielen afri-kanischen Regionen und erklärte dazu: "Was uns diese Daten zeigen, ist nicht das, was wir erwartet hatten: nämlich dass eine bessere Zugänglichkeit von Kondomen zu einer niedrigeren HIV-Verbreitung führen würde." Dr. Norman Hearst von der Universität von Kalifornien in San Francisco erhärtete diese Analyse mit Statistiken aus Kenia, Botswana und andern Län-dern, wo eine steigende Kondom-Verkaufsrate in immer alarmierender Weise einhergeht mit einer wachsenden HIV-Verbreitung.

Mehr Sexualpartner - höheres Risiko

Es deutet alles darauf hin, dass die Propagierung von "sicherem Sex" zu einer höheren Zahl von Sexualpartnern geführt hat. Gemäß Green ist die Ausbreitung des HIV ein Problem des Verhaltens, denn eine höhere Zahl von Sexualpartnern verstärke die Aids-Epidemie. "Hätten die Leute nicht viele Sexualpartner, würde sich die Epidemie gar nicht entwickeln, bzw. sie würde, wenn sie bereits besteht, gebremst." - "Ausschlaggebend für den HIV-Infektionsrate ist nicht die Kondomrate, sondern die Anzahl der Sexualpartner während eines Lebens."

"Unglücklicherweise", so Hearst, "sind wir daran, in Afrika eine junge Generation im Glau-ben heranzuziehen, Kondome würden das HIV verhindern." Das sei Besorgnis erregend, denn Kondome seien nicht zu 100 % wirksam, auch wenn sie richtig angewendet werden. Laut Hearst "kam die jüngste MET-Analyse auf 80 %, aber selbst wenn es 90 % wären, ist es im-mer noch eine Frage der Zeit, außer man wiegt die Leute nicht in falsche Sicherheit und hält dafür, dass A und B langfristig besser sind."

Die Safe-Sex-Befürworter berufen sich oft auf andere Fälle, etwa auf Thailand. Hier ist die HIV-Rate gesunken, nachdem die Regierung den Bordellen eine hundertprozentige Verwen-dung von Kondomen verordnet hatte. Allerdings schauen sich die Anhänger der "C"-Methode die Daten selten genauer an. Sie verraten nämlich, dass auch hier die Abnahme der Anste-ckungsrate viel stärker auf eine Verhaltensänderung zurückging. "Die Abnahme wird norma-lerweise zu 100 % dem Gebrauch von Kondomen zugeschrieben; Tatsache ist jedoch, dass in dieser Zeit die Kundschaft bei den Prostituierten um 60 % zurückgegangen ist, aus Angst und um kein Risiko einzugehen."

Erfolgreiche Appelle an eine Verhaltensänderung

In der Tat kann der Einfluss der "A"- und "B"-Methode auf die Verhaltensänderung auch po-sitiv durch Daten belegt werden, z. B. im bekannten Fall von Uganda. Gemäss Dr. Rand Sto-neburner (früher bei der Weltgesundheitsorganisation und unabhängiger Berater von USAID) "ist der Rückgang des HIV in Uganda mit einer Verhaltensänderung verbunden, die unter an-derem darin bestand, das Ansteckungsrisiko von vornherein zu vermeiden: Der Gelegenheits-sex ging um 65 % zurück." Die Regierung von Uganda förderte Abstinenz und Treue und erreichte damit im Jahr 1998, dass die Weiterverbreitung des Virus in der Altersgruppe von 15 bis 19 Jahren um etwa 75 % zurückging, bei den 20- bis 24-Jährigen um 60 % und insgesamt um 54 %.

Stoneburner und andere glauben, dass dieser Umschwung darauf zurückzuführen ist, dass man eine andere Sprache zu gebrauchen begann. Ugandas Präsident Museveni warnte seine Bür-ger: "Ihr werdet sterben, wenn ihr damit nicht aufhört." In andern Ländern wurde dagegen die tödliche Gefahr kaum thematisiert. Stoneburner wies darauf hin, dass "25 % der Südafrikaner nicht glauben, dass das HIV Aids verursacht", und dass man in vielen Ländern "über Zusam-menhang zwischen Aids und dem Tod nicht spricht". Darin spiegelt sich die verhängnisvolle Wirkung der Rede vom "sicheren Sex", die die Menschen weltweit immer stärker der Gefahr einer HIV-Ansteckung und von sexuell übertragenen Krankheiten aussetzt.

 

30% DER STERBEHELFER BEGEHEN SPÄTER SELBSTMORD

30% der Menschen, die anderen bei der Durchführung des Selbstmordes helfen, begehen später auch Selbstmord, so die "Voluntary Euthanasia Society" in Großbritannien. Ihr Selbstmord sei eine Frage des Traumas, das sie aufgrund des eigenen Tötens erlitten hatten.

The Guardian, 11. September 2003, nach "The Times"

Die VES benutzt die Statistik, um Druck auszuüben, zwecks Änderung der Gesetze bezüglich Beihilfe zur Tötung in England und Wales, die ihrer Meinung nach die härtesten in ganz Europa sind. Dagegen stellt eine Vertreterin der Regierung fest, dass man den Wert des Lebens hochhalten und die Verletzlichkeit kranker und schmerzgeplagter Menschen berücksichtigen müsse. Daher auch Gesetze zum Schutz dieser Menschen. "Wir haben zur Zeit nicht vor, die Gesetzeslage zu ändern."

Schmerz in den USA oft unbehandelt

Für amerikanische Medizinstudenten wird ab dem kommenden Jahr ein Internet-Leitfaden über Schmerzbehandlung verfügbar sein. "Unbehandelter Schmerz ist in den Vereinigten Staaten leider keine Seltenheit", so der frühere Gesundheitsminister der USA, Dr. Louis Sullivan. Nur 3% der medizinischen Ausbildungsstätten verlangen von den Studenten den Besuch von Lehrgängen in Schmerztherapie (American Academy of Pain Medicine). Die Webpages sollen den Studenten die Neurobiologie des Schmerzes, die Patienten-Beurteilung und bekannte Schmerzformen wie Krebs und Schmerz von Kindern näher bringen.

 

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